Reisemedizinische Beratungsstelle

Beratung und Durchführung reisemedizinisch relevanter Impfungen

Sondersprechstunde Reisemedizin Montag, Dienstag und Donnerstag 14-17 Uhr und nach Vereinbarung

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REISE-IMPFUNGEN

Die Reise-Impfungen haben in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Zunahme des internationalen Reiseverkehrs sowohl für Urlaub als auch für Geschäfte deutlich an Bedeutung gewonnen. Vor allem Reisen in tropische und subtropische Länder machen gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen zum Teil zwingend erforderlich. Reiseimpfungen sind Maßnahmen gegen spezifische Krankheiten, die insbesondere in den jeweiligen Reiseländern auftreten und bei einer entsprechenden Reise empfohlen werden. Sie verringern die Ansteckungsgefahr und dienen damit Ihrer Gesundheitsvorsorge.

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REISEMEDIZINISCHE BERATUNG

Die Basis der Empfehlungen sind die jährlich aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Tropenmedizinische Einrichtungen oder reisemedizinisch fortgebildete Ärzte bieten Konsultationen sowohl vor Reiseantritt als auch nach Ihrer Reise an.

Die Grundlage für die Vermeidung ansteckender Krankheiten, auf die unser Immunsystem schwerlich vorbereitet ist, ist die reisemedizinische Beratung. Erfahren Sie bei uns, welche Impfungen je nach Reiseziel und in Abhängigkeit Ihres Alter, einer bestehenden Schwangerschaft sowie eventueller Vorerkrankungen empfohlen werden. Impfungen sowie die prophylaktische Einnahme von Medikamenten stellen Vorsorgemaßnahmen dar, Infektionen zu vermeiden. Darüber hinaus informieren wir Sie über das Einhalten bestimmter Verhaltensregeln, insbesondere in Bezug auf hygienische Maßnahmen.

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DIE WICHTIGSTEN IMPFUNGEN

Die wichtigsten Reise-Impfungen schützen Sie vor:

Die Cholera ist eine schwere Darmerkrankung, die über Nahrungsmittel oder verschmutztes Trinkwasser übertragen wird. Oft kommt es zu endemischen Ausbrüchen. Die Inkubationszeit ist kurz (einige Stunden bis Tage). Plötzlich einsetzende, schmerzlose, wässrige Durchfälle evtl. mit Erbrechen, meist ohne Fieber, führen innerhalb von Stunden zu lebensbedrohlichen Flüssigkeitsverlusten. Der Ersatz von Flüssigkeit ist das Wesentliche bei der Therapie.

Die Erreger der Diphtherie sind Bakterien. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Symptome sind Fieber, eine Rachenentzündung mit grau-weißen Belägen und süßlicher Mundgeruch in Zusammenhang mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. In schweren Fällen kann die Halsschwellung zu extremer Atemnot führen. Die von den Bakterien produzierten Gifte verursachen eine Herzmuskelentzündung und Nervenlähmungen. In tropischen Ländern siedeln sich die Diphtherie-Bakterien auch auf Hautentzündungen an (Wunddiphtherie).

FSME= Frühsommer-Meningoenzephalitis: Zecken übertragen dieses Virus im Frühjahr und Sommer durch den Stich auf den Menschen. 1-2 Wochen nach dem Stich kann es zu einem grippalen Krankheitsbild kommen. In einem Teil der Fälle folgt nach kurzem, beschwerdefreien Intervall eine Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung (Meningitis, Enzephalitis) Symptome sind starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit und möglicherweise Koma. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen) sowie Teilen von Österreich, der Schweiz, Skandinavien und Osteuropa. In Hauptverbreitungsgebieten ist jede 50. bis 100. Zecke Virusträger.

(Impfung erfolgt nur in Gelbfieberimpfzentren)
Das Gelbfieber-Virus wird durch tagaktive Stechmücken übertragen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Hauptreservoir des Erregers sind Affen. Sticht eine Mücke zunächst einen infizierten Affen und danach einen Menschen, kommt es zum Dschungel-Gelbfieber. In dichter besiedelten Gebieten kann die Übertragung Mensch-Mücke-Mensch zu epidemischen Ausbrüchen führen (Stadtgelbfieber). Die Infektion beginnt plötzlich mit hohem Fieber und allgemeinen Krankheitserscheinungen. Oft heilt die Krankheit danach aus. Es kann jedoch nach einer Woche zu einer dramatischen Verschlechterung mit Gelbsucht und Blutungen kommen, gefolgt von Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nieren-Versagen. Diese Komplikationen verlaufen oft tödlich.

Die Influenza ist eine ernstzunehmende Viruskrankheit, die sich jährlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten weltweit ausbreitet. Die Inkubationszeit beträgt wenige Tage. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Symptome sind Fieber, Kopf-, Glieder-, Hals- und Brustschmerzen mit trockenem Husten. Bisweilen kommt es zu Übelkeit und Erbrechen. Die Krankheit dauert bis zu einer Woche, die Rekonvaleszenz mit allgemeiner Abgeschlagenheit kann sich jedoch über einige Wochen hinziehen. Häufigste Komplikation ist eine Lungenentzündung. Gefährdet sind besonders ältere Menschen.

Diese Virusinfektion der Leber ist weltweit verbreitet, besonders in Regionen mit unzureichenden Hygienebedingungen. Die Inkubationszeit liegt zwischen 2 und 6 Wochen. Die Erkrankung beginnt mit Grippegefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird in den meisten Fällen der Urin dunkel und der Stuhl hell, schließlich entwickelt sich eine Gelbfärbung der Haut. Gelegentlich kommt es zu schwereren und länger anhaltenden Krankheitsbildern (bis zu einigen Monaten). Selten kommt es zu einem tödlichen Verlauf mit akutem Leberversagen. Dauerschäden treten nicht auf. Die Übertragung erfolgt über verunreinigte Nahrung und Trinkwasser, besonders häufig über Muscheln, Austern und Krebstiere.

Diese Viruserkrankung der Leber ist weltweit verbreitet, besonders in tropischen Ländern. Infektiös sind Blut und andere Körperflüssigkeiten von Erkrankten und Virusträgern (in Mitteleuropa 0,1 – 0,5 %, in einzelnen tropischen Ländern über 20 % der Bevölkerung). Die Übertragung erfolgt über entsprechende Kontakte; Bluttransfusionen, unsterile Spritzen, Nadeln und Instrumente (z.B. bei unqualifizierten medizinischen Eingriffen, Tätowierungen, Spritzentausch von Drogenabhängigen) sowie beim Geschlechtsverkehr. Die Inkubationszeit liegt zwischen 4 Wochen und 6 Monaten. Oft beginnt die Krankheit mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird der Urin dunkel, der Stuhl hell, es kommt zur Gelbfärbung der Haut. Das akute Stadium kann aber auch fehlen. In ca. 10 % der Fälle geht die Krankheit in einen chronischen Verlauf über. Es kann sich eine Leberzirrhose und in vielen Fällen ein Leberkrebs entwickeln.

Diese Virusinfektion kann zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung führen. Die Sterblichkeit ist sehr hoch, bei Überleben der Infektion kommt es oft zu Defektheilungen mit Hirnschäden, Epilepsie, Demenz u.ä. Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lähmungserscheinungen, Verwirrtheit und Bewußtlosigkeit. Die Übertragung erfolgt durch nachtaktive Stechmücken, die zu bestimmten Jahreszeiten in Feuchtgebieten (Landwirtschaft, Reisanbaugebiete) brüten. Reservoir für das Virus sind Haustiere, insbesondere Schweine, aber auch Nager und Vögel.

Masern sind eine Viruserkrankung und werden über Tröpfchen übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 8 bis 12 Tagen kommt es zu rötlichem, großfleckigen Ausschlag. Weitere Symptome sind hohes Fieber, Bronchitis, Abgeschlagenheit und Lichtempfindlichkeit. Als Komplikationen können Lungen-, Mittelohr- und Hirnhautentzündung hinzukommen. Selten werden auch andere Organe mitbetroffen. Es erkranken vorwiegend Kinder. Jugendliche und Erwachsene, die nicht geimpft sind, zeigen oft einen atypischen und schweren Krankheitsverlauf.

Diese Bakterien können nach einer Inkubationszeit von 3-4 Tagen zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung führen. Die Krankheit beginnt plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteife. Bewußtseinstrübung, punktförmige Hautblutungen und Schock sind alarmierende Zeichen einer Allgemeininfektion und immer lebensbedrohlich. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Es gibt verschiedene Bakterienstämme (A, B, C, W, Y), die in unterschiedlicher Verbreitung auf der Welt vorkommen.

Pneumokokken sind Bakterien, die weltweit vorkommen. Eine Besiedlung des Nasen-Rachenraumes mit diesen Keimen hat nicht zwangsläufig eine Erkrankung zur Folge. Für die meisten Pneumokokken-Infektionen sind 23 Subtypen der über 80 verschiedenen Kapseltypen verantwortlich. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Personen. Bei Kindern ruft eine Infektion meistens eine Mittelohrentzündung hervor, bei Erwachsenen eine Lungenentzündung . Bei immungeschwächten Menschen und Kindern kann eine Hirnhautentzündung oder eine Sepsis hinzukommen.

Diese Viruserkrankung findet sich noch in einigen Entwicklungsländern. Die Ansteckung erfolgt über kontaminierte Nahrung, selten über Tröpfchen. Nach einer Inkubationszeit von 7-14 Tagen kommt es zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen, da sich das Virus zunächst im Darm vermehrt. Gelangt es in das Zentralnervensystem, kommt es zur „paralytischen Poliomyelitis“, die durch schlaffe asymmetrische Lähmungen charakterisiert ist. Wird das Zwerchfell betroffen, kommt es zum Atemstillstand. Das Risiko dieser Form steigt mit dem Alter.

Der Mensch infiziert sich durch Bissverletzungen von infizierten Tieren, meist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen, aber auch andere Säugetiere können diese Viren übertragen. Infektiös ist der Speichel eines tollwütigen Tieres, und zwar bereits schon 3-5 Tage vor Ausbruch der Symptome bis zu seinem Verenden nach 7-10 Tagen. Auch durch Kontakt verletzter Hautstellen oder unverletzter Schleimhäute (Augen) mit infiziertem Speichel wird die Krankheit gelegentlich übertragen. Sie ist immer tödlich. Die Inkubationszeit liegt in der Regel zwischen 1-3 Monaten, sie variiert jedoch stark. Kommt es zur Infektion beginnt diese beim Menschen mit Schmerzen und Kribbeln im Bereich der meist bereits verheilten Bissstelle und führt über Krämpfe, Erregungszustände und Lähmungen innerhalb von wenigen Tagen zum Tod.

Tetanusbakterien können bei Wunden jeder Art, auch bei Bagatellverletzungen, in die Haut gelangen. Besonders gefährdet sind mit Straßenstaub oder Erdreich verschmutzte Wunden und Tierbisse. Die Erreger vermehren sich in der Wunde und sondern ein Gift ab, das nach einer Inkubationszeit zu schweren, schmerzhaften Muskelkrämpfen und Nervenlähmungen mit Todesfolge führen kann.

Typhusbakterien werden mit verunreinigter Nahrung und Trinkwasser aufgenommen. Nach einer Inkubationszeit von 1 bis 3 Wochen entwickelt sich hohes Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und Verstopfung. Im zweiten Stadium treten Hautveränderungen auf. Leber und Milz vergrößern sich stark. Es treten zu erbsbreiartige Durchfälle auf. Weitere Komplikationen sind Hirnhaut-, Lungen-, Herz- und Knochen-Entzündungen. Beim „Paratyphus“ handelt es sich um verwandte Erreger, die ein ähnliches, etwas milderes Krankheitsbild hervorrufen.

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DURCHFÜHRUNG DER IMPFUNGEN

Die Impfungen werden einige Zeit vor Antritt der Reise durchgeführt und können je nach Impfung mehrere Sitzungen notwendig machen. Für einen optimalen Impfschutz empfehlen wir, nach Möglichkeit mehrere Wochen vor Antritt Ihrer Reise mit den Impfungen zu beginnen. Der Vorteil besteht zum einen darin, dass sich so der vollständige Wirkschutz aufbauen kann. Zum anderen fallen mögliche Nebenwirkungen in die Zeit vor Ihrer Reise.

Je nach Impfung sind auch kurzfristige Impfungen sowie Auffrischungen möglich, die zum Teil noch bis zum Tag des Abfluges vorgenommen werden. Nachteilig sind hierbei jedoch eventuell auftretende Nebenwirkungen, die dann unter Umständen in Ihre Reisezeit fallen.

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